Der Wildschütz

von Albert Lortzing

Das fröhliche Verlobungsfest des ältlichen Schulmeisters Baculus mit Gretchen findet eine jähe Unterbrechung, als dem Lehrer ein Brief überreicht wird, in dem Graf Eberbach, der Herr des Dorfes, ihn wegen Wilderns seines Postens enthebt. Baculus hat sich nämlich durch seine Braut verleiten lassen zur Bereicherung des Verlobungsmahles in den gräflichen Wäldern einen Bock zu schießen, wobei er ertappt worden war. Kompliziert wird die Situation noch dadurch, dass Graf Eberbach als notorischer Schürzenjäger bekannt ist.

 

Lortzing schrieb sich den Text zu seinem "Wildschütz" nach dem 1815 erschienenen Lustspiel "Der Rehbock oder Die schuldlosen Schuldbewussten" von August von Kotzebue. Dabei wusste er die komische Wirkung der Vorlage durch eine Reihe glücklicher Einfälle wesentlich zu bereichern. Die Billard-Szene, der urkomische Haushofmeister Pankratius sowie die prächtige Buffofigur des Schulmeisters Baculus, sind Lortzings ureigenste Erfindung. Mit der Sophokles-Schwärmerei der Gräfin Eberbach parodierte Lortzing die Griechisch-Tümelei, von der ganz Leipzig im Anschluss an die Aufführung von "Antigone" mit der Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy befallen war.

Musikalische Leitung: Alexander Steinitz
Regie: Dominik Wilgenbus
Bühnenbild & Kostüme: Christian Rinke
Dramaturgie: Dr. Klaus Rak