Der italienische Staatsmann und Humanist Cola di Rienzi (1313 – 1354) erregte als glänzender Redner und Gegner der Adelspartei öffentliches Aufsehen. 1343 bis 1344 war er Gesandter Roms in Avignon. 1347 vertrieb er die adeligen Senatoren und nahm den Titel Tribun an. Sein Ziel war die Erneuerung Roms und Italiens, die zur alten Freiheit und Größe des republikanischen Roms zurück finden sollten. Zu radikal geplante Reformen führten 1347 zur Flucht aus Rom. Papst Innozenz VI. schickte ihn 1354 als päpstlichen Senator erneut nach Rom, wo er jedoch nach kurzer Regierung im Zuge eines Volksaufstandes erschlagen wurde. 1853 erschien der dreibändige Roman "Rienzi" von Edward Bulwer-Lytton, welcher wiederum die Vorlage für Richard Wagners Oper abgab.
Wenngleich "Rienzi" als eklektische Nachahmung der Großen Oper eines Meyerbeer oder Halévy gilt, beginnt mit ihm die Reihe der Meisterwerke Richard Wagners. Besonders geglückt gilt die Gestaltung des Titelhelden sowie des Adriano Colonna, der einzigen Hosenrolle Richard Wagners.
Die Chöre verteilen sich auf die verfeindeten Familien Colonna und Orsini, zwischen denen Rienzi laviert.