Die Leiden des jungen Werther

Nach dem Roman von Johann Wolfgang von Goethe
In der Fassung von Tobias Rott

Werther verliebt sich in Lotte, doch wie das Leben einmal spielt, ist die Frau seines Herzens bereits vergeben. Aber gerade das macht Lotte bei Werther nur noch begehrenswerter. Bedingungslos folgt er seinem Vorhaben, diese ideale Liebe einzufordern. Immer mehr stilisiert er Lotte zum Mittelpunkt seiner von sich selbst geschaffenen Welt, in der alles andere seinem Wahn weichen muss. Eine unheilvolle Dreiecksbeziehung beginnt und Werther erkennt, dass die Erfüllung seiner Liebe zu Lotte zum Scheitern verurteilt sein muss.

 

Sich gegen die Normen der Gesellschaft wendend, fordert Werther bedingungslos die Befreiung der Leidenschaften und seines Selbst ein. Die Idee des jugendlichen Kraftgenies, in absoluter Freiheit sein Leben selbst bestimmen zu können, erweist sich als Phantasma. Schlussendlich drängt ihn die Enttäuschung zur schrecklichen Tat, sein Leben selbst zu beenden.

Zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur zählend, erschien 1774 Goethes Brief-Roman, der schon damals regen Zuspruch einer sich neu formierenden Jugendkultur erfahren hat.

Regie: Tobias Rott
Bühnenbild: Christian Rinke
Kostüme: Susanne Füller
Dramaturgie: Gerda Binder
Werther: Benjamin Krüger
Lotte: Liljana Elges
Albert: Florian Beyer