Der Maler des Königs

Peter Hacks

Der einstige Hofmaler und Präsident der Akademie der Künste, Boucher, dessen Schüler Fragonard und das ehemalige Model O’Murphy, begegnen sich in jener ärmlichen Behausung, die Madame O’Murphy und Boucher bewohnen. Der Ruhm ist ver-flossen, der Reichtum dahin und das Alter offenbart seine Spuren.

 

Hauptgesprächsgegenstand sind die glorreichen Tage am Hofe Ludwigs XV. sowie der ewige Gegner Bouchers, der Maler Greuze. Während Fragonard, Boucher und Madame O’Murphy am Rande der Gesellschaft zu existieren gezwungen sind, lebt Greuze in äußerstem Wohlstand. Das Einzige, was ihm noch fehlt, ist der Ehrentitel "Maler des Königs" und der damit verbundene Vorsitz in der Akademie. Allein schon wegen dieser Ambitionen hasst Boucher den Jüngeren, dem er jegliche Begabung abspricht. Dessen Popularität hat er, der Vergessene, jedoch nichts entgegenzusetzen. Alles scheint hoffnungslos, selbst der einstige Ruhm droht vollends zu verblassen. Da bringt Fragonard eines Tages eine überraschende
Nachricht.

 

Mit "Der Maler des Königs" schuf Peter Hacks 1991 eine Parabel auf die Wendezeit, in der es für Künstler nicht immer einfach war.

Regie: Christian Martin Claas
Bühnenbild: Helge Ullmann
Dramaturgie: Gerda Binder