Die Katze auf dem heißen Blechdach

Tennessee Williams

Big Daddy, der Patriarch der Familie Pollitt, ist an Krebs erkrankt. Die Familie hat er wie ein Unternehmen mit harter Hand geführt, niemals Schwäche gezeigt. An seinem 65. Geburtstag entbrennt der Streit um sein Erbe.

Gooper, der älteste Sohn, ein ehrgeiziger und gieriger Rechtsanwalt mit Frau und fünf Kindern, will seinen Bruder Brick vom Nachlass ausschließen. Brick, der einst ein erfolgreicher Footballstar war, aber nie im realen Leben angekommen ist, hat sich dem Whiskey ergeben. Angewidert von der Verlogenheit der eigenen Familie, will er von dem zu erwartenden Erbe nichts wissen. Deshalb versucht seine attraktive Frau Maggie die Ansprüche ihres Mannes zu vertreten. Doch ihr, der Kinderlosen, schlägt nur Verachtung entgegen - selbst von Brick, der sie für den Tod seines Jugendfreundes Skipper verantwortlich
macht.

 

Entfremdung, Einsamkeit, Realitätsflucht und die Unfähigkeit des Menschen, sich seinem Nächsten mitteilen zu können, sind charakteristisch für die Bühnenstücke Tennessee Williams. Die von ihm gezeichneten Psychogramme machten ihn zu einem der berühmtesten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und seine Texte zu modernen Klassikern, allen voran "Die Katze auf dem heißen Blechdach".

Regie: Jens Pesel
Dramaturgie: Gerda Binder