Jedermann

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes
von Hugo von Hofmannsthal

Gott, der Schöpfer aller Wesen und Dinge, muss zur Kenntnis nehmen, dass die Menschen sich von ihm abgewandt haben. Sie ehren längst andere Götter, frönen ihrem Hedonismus und fragen schon lange nicht mehr nach Wesen und Sinn des irdischen Daseins.

Es bleibt nur ein Mittel, diese merkwürdigen Geschöpfe zur Ordnung zu rufen: Der Tod soll sie an ihre Endlichkeit erinnern. So sendet der Weltenlenker diesen zu Jedermanns Haus, um ihn vor das göttliche Gericht zu rufen.

Jedermann prahlt unterdessen mit seinem Reichtum und will ein großes Fest ausrichten. Bittstellern gegenüber zeigt er sich verschlossen, selbst seine um das Seelenheil ihres Sohnes besorgte Mutter speist er ab. Nur seine Geliebte, die Buhlschaft, ist ihm willkommen. Mit ihr und den Gästen, die zum Mahl erscheinen, feiert er bis der Tod ihn aufsucht. Die Festgesellschaft flieht und Jedermann bleibt nur noch eine Stunde, einen Gefährten zu finden, der ihn in das Jenseits begleitet.

 

Mit Winfried Glatzeder als Jedermann konnte ein herausragender Darsteller gewonnen werden, mit dem es möglich sein wird, dieser 100 Jahre alten Theaterfigur einen Weg in unsere Zeit zu bahnen.

Regie: Winfried Glatzeder
Bühnenbild: Helge Ullmann
Kostüme: Burkhard Wildhagen
Dramaturgie: Dr. Dirk Olaf Hanke