Das Tagebuch der Anne Frank

Kammeroper von Grigori Frid
  • DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK: Virginia Breitenstein-Krejcik, Arina Maljuga, Carolina Krogius
    © Sebastian Stolz
  • DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK: Arina Maljuga, Carolina Krogius
    © Sebastian Stolz
  • DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK: Carolina Krogius, Hannelore Zimmlinghaus
    © Sebastian Stolz
  • DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK: Carolina Krogius
    © Sebastian Stolz
Freitag, 03. März 2017 __ 20.00 Uhr
13,00 – 15,00 €

Das Tagebuch der Anne Frank ist zuallererst ein Dokument des Erwachsenwerdens eines Mädchens. Ein Dokument des erwachenden Lebens und der ersten Liebe. Das Schicksal, das Anne widerfuhr, macht es zu einem einzigartigen geschichtlichen und menschlichen Zeugnis.

Die deutsch-jüdische Familie Frank, die vor den Nazis aus Frankfurt am Main nach Amsterdam emigrierte, taucht während der Okkupation der Niederlande durch die Deutschen im engen Hinterhaus eines Kontorgebäudes in Amsterdam unter. Mit ihnen leben dort auch noch die Familie van Pels und der Zahnarzt Fritz Pfeffer. Anne wird als zwölfjähriges Mädchen radikal aus ihrem sozialen Umfeld herausgerissen und lebt fortan über zwei Jahre in einer ständigen Ausnahmesituation. Innerhalb kürzester Zeit ist die dünne Schicht von Kultur und Zivilisation abgetragen und Barbarei, Terror und Angst bestimmen den Alltag der Menschen in vielen europäischen Ländern. Trotzdem klingt aus Annes Tagebuch die Stimme der Menschlichkeit und Hoffnung, die sie niemals aufgegeben hat. Auch nicht, als das Versteck verraten wird und seine Bewohner die Deportationszüge nach Auschwitz besteigen müssen. Auch nicht, als sie und ihre Schwester schließlich im Konzentrationslager Bergen-Belsen an Typhus erkranken. Anne Frank starb vor siebzig Jahren, Ende März 1945 – kurz bevor amerikanische Truppen das Lager in Bergen-Belsen befreiten.

Der russische Komponist Grigori Frid las Annes Tagebuch kurz nach seiner Erstveröffentlichung in der UdSSR und schuf daraus ein Musiktheaterwerk für den Moskauer Jugendtheaterclub, das 1972 uraufgeführt wurde und seither an vielen Theatern rund um den Erdball die Erinnerung an Annes Schicksal wachhält.

Pressestimmen

Nach dem Fest

„In Meiningen übernimmt die Mezzosopranistin Carolina Krogius die doppelt fordernde Partie der Anne Frank. Für siebzig ununterbrochene Minuten steht sie als einzige Sängerin auf der Bühne der Kammerspiele, erzählt ihre Geschichte aber durchaus gleichberechtigt mit dem Gesang auch spielerisch. Regisseur Patric Seibert hat die Handlung der Mono-Oper um Spielszenen ergänzt – und originell besetzt. […] Man glaubt Carolina Krogius das jüdische Mädchen, das eben noch kichernder, fröhlicher Teenager war, bevor ihm nach dem Geburtstagsfest mit einem Mal seine Jugend geraubt wird. Eine berührende Rolle, bei der es die gesamte Bandbreite des Sopran braucht, um alle Nuancen an Empfindungen auszudrücken. […] So knapp gehalten die musikalischen Bilder sind, die vom Schicksal der Anne Frank berichten, so reich hat sie Patric Seibert im Spiel mit Assoziationen versehen. […] Ein berührender Abend.“

Susann Winkel, Freies Wort, 12. Dezember 2015

Irritiert und berührt

„Mittendrin Carolina Krogius als Anne Frank – anfangs noch fast kindlich hoffnungsfroh und spielerisch, dann zunehmend verzweifelt. Sie ist nicht nur eine außergewöhnliche Sängerin, die die diffizile Dishamronik der Musik mühelos mit ihrem gesangssprachlichen Ausdruck in Einklang bringt. Carolina Krogius ist auch eine einfühlsame Schauspielerin, die die Handlungspassagen der Oper souverän bewältigt […]“

Siggi Seuß, Mainpost, 15. Dezember 2015

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TEAM

Musikalische Leitung: Mario Hartmuth

Regie: Patric Seibert

Bühnenbild & Kostüme: Janine Hoffmann

Besetzung

Anne: Carolina Krogius

Mit: Arina Maljuga, Virginia Breitenstein Krejčík, Hannelore Zimmlinghaus